9. August 2017

Demenz lässt sich häufig präventiv vermeiden oder therapeutisch verzögern

Jährlich werden etwa 300.000 Patienten in Deutschland dement. Ca. 100.000 von ihnen hätten ihre Erkrankung durch einen gesunden Lebensstil und vorsorgliche Behandlung vermeiden können. Die Möglichkeiten einer Prävention werden nach wie vor unterschätzt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Kommission der Fachzeitschrift Lancet unter der Leitung von Gill Livingston.

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9. August 2017

Bernd Böttiger als ERC-Direktor wiedergewählt: „Wir können 100.000 Leben zusätzlich retten!“

Professor Bernd Böttiger (Foto: Universitätsklinikum Köln)

Europa im Blick: DIVI-Präsidiumsmitglied Professor Bernd Böttiger (Foto), Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, ist zum zweiten Mal als Director Science and Research des European Resuscitation Council (ERC) wiedergewählt worden. Der Mediziner verantwortet damit bereits zum dritten Mal für zwei Jahre den Bereich Wissenschaft und Forschung im ERC. In dieser Position kann er weiterhin wichtige Impulse für Studien und wissenschaftliche Projekte in der Reanimationsversorgung setzen. „Gemeinsam können wir in Deutschland 10.000 Menschenleben pro Jahr zusätzlich retten. In Europa bis zu 100.000 Menschenleben. Das ist für mich die größte Motivation für die kommenden Jahre“, sagt Böttiger.

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9. August 2017

Kritik am Krankenhausstrukturgesetz: Qualitätsorientierte Vergütung gefährdet die spezialisierten Fachkliniken

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Leistungsstreichungen, Kürzungen der diagnosebezogenen Fallpauschalen und qualitätsorientierte Vergütungen durch „Pay-for-Performance-Modelle“: Die aktuellen politischen Maßnahmen zur Umsetzung des zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) setzen nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik e.V. (AE) eine gefährliche Abwärtsspirale in Gang. Durch den immensen Vergütungsdruck stünden schon jetzt viele Kliniken mit dem Rücken zur Wand – Leistungseinbußen in der medizinischen Patientenversorgung seien die Folge.

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4. August 2017

Gesundes Frühstück und Pausenbrot erleichtern den Schulalltag

Etwa ein Drittel aller Schulkinder im Alter von 11 bis 15 Jahren in Deutschland geht jeden Morgen ohne Frühstück aus dem Haus. Das zeigen Ergebnisse der Studie zum Gesundheitsverhalten von Schulkindern (Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) Study 2016) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Frühstück gilt jedoch als wichtigste Mahlzeit des Tages – besonders für Kinder und Jugendliche ist es ein wesentlicher Baustein für einen gesunden Start in den Tag. Sie benötigen eine ausgewogene Morgenmahlzeit für ihre körperliche und geistige Entwicklung. Darauf macht diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe anlässlich des baldigen Schuljahrbeginns in einigen Bundesländern aufmerksam.

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3. August 2017

Vorausverfügungen in der Psychiatrie: Wie Patienten ihre Selbstbestimmung stärken können

Die meisten psychisch belasteten Patienten sind zeitweise in der Lage, Informationen klar aufzunehmen und zu bewerten. In einer derartigen Phase der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit sollten sie verfügen, welche Therapie in Krankheitsphasen der Einwilligungs-Unfähigkeit umgesetzt werden kann. Derartige Vorausverfügungen können als Beitrag zur Selbstbestimmung dienen und evtl. Zwangsbehandlungen im subjektiven Erleben entschärfen, berichten Professorin Dr. Astrid Gieselmann und Kollegen in der aktuellen Ausgabe von "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

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2. August 2017

Wasserpfeife (Shisha): die gefährlichste Form des Nikotin-Konsums

Raucher folgen bereitwillig verschiedensten Selbsttäuschungen: "Light"-Zigaretten, Filterzigaretten, Wasserpfeifen (Shisha), Pfeifen oder Zigarren seien angeblich weniger schädlich. Professor Dr. Hermann Delbrück widerlegt die Mythen in seinem aktuellen Ratgeber "Lungenkrebs vermeiden".

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1. August 2017

UKE-Studie: Weniger Menschen wegen Passivrauchens an Lungenkrebs gestorben

Passivraucher haben genau wie Raucher ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Doch die Zahl der auf Passivrauchen zurückzuführenden Todesfälle an Lungenkrebs ist in den vergangenen 20 Jahren trotz einer allgemein alternden Bevölkerung gesunken. Das haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in einer Studie ermittelt, die sie im International Journal of Public Health veröffentlicht haben. Als Vergleich diente eine Studie, die UKE-Studienleiter Prof. Dr. Heiko Becher bereits 1994 mit den damals aktuellen Zahlen durchgeführt hatte. Die Forscher gehen davon aus, dass der Rückgang auf den seitdem gestiegenen Schutz der Nichtraucher zurückzuführen ist.

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31. Juli 2017

Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren für 2016 sind veröffentlicht

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Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat die Tätigkeitsberichte aller deutschen Transplantationszentren für das Jahr 2016 auf ihrer Homepage www.dso.de veröffentlicht. Erstmals wurde für jedes Transplantationszentrum pro Organ ein separater Tätigkeitsbericht erstellt. In ergänzenden Grafiken werden die Daten jedes Zentrums über den Verlauf der letzten acht Jahre präsentiert.

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31. Juli 2017

Urologen geben Entwarnung: Sorgen vor Zeugungsunfähigkeit sind unbegründet

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Eine neue Studie zur männlichen Fruchtbarkeit, veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Human Reproductive Update", sorgt derzeit für Aufsehen. Die Untersuchungen von Mediziner Hagai Levine und seinem Team der Hebräischen Universität Jerusalem zeigen, dass die Spermienanzahl von Männern aus westlichen Ländern immer weiter abnimmt.

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31. Juli 2017

WHO-Bericht: Deutschland schneidet beim Kampf gegen schädlichen Alkoholkonsum schlecht ab

Europa hat den höchsten Alkoholkonsum und die höchste damit zusammenhängende Krankheitslast in der Welt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Bericht über die Anstrengungen der europäischen Staaten zur Reduzierung des schädlichen Alkoholkonsums vorgelegt. Deutschland schneidet dabei in vielen Bereichen nur mittelmäßig, häufig sogar als Schlusslicht ab. „Der Bericht macht deutlich, dass die deutsche Politik dringend Maßnahmen gegen den hohen Alkoholkonsum ergreifen muss“, erklärte Dr. Dietrich Garlichs, Sprecher der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK).

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31. Juli 2017

Sehen, merken, meistern: Mediziner entwickeln visuelle Eselsbrücken, mit denen angehende Ärzte den Lernstoff besser behalten sollen

„Gerade das Verrückte merkt man sich gut": Diese visuelle Eselsbrücke erklärt das Phänomen „Fieber". (Quelle: Meditricks)

Die Freiburger Mediziner Paul von Poellnitz und Michael Seifert haben mit ihrem Projekt „Meditricks" ein Konzept entwickelt, das Medizinstudierenden dabei helfen soll, anhand von Merkbildern komplexe Sachverhalte besser zu verstehen und zu behalten. Dafür haben sie kürzlich den Zuschlag für ein mit 137.000 Euro dotiertes EXIST-Gründerstipendium erhalten. Ein Buch, vertonte Videos und eine Lernsoftware sollen folgen. Lars Kirchberg hat mit den beiden gesprochen.

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24. Juli 2017

Brustimplantat: Mammografie nur per Sonografie oder Kernspin aussagekräftig

Brustkrebs vermeiden: Brustimplantate erhöhen das Krebsrisiko nicht grundsätzlich. Tritt die Silikonflüssigkeit jedoch aus der Prothese aus, kann eine chronische Entzündung entstehen, die das Zellwachstum stimuliert und möglicherweise zu Krebs führt. Bleibt die Prothesenoberfläche intakt, können allerdings in seltenen Fällen immunologische Probleme auftreten, berichtet Professor Dr. Hermann Delbrück in seinem Ratgeber "Brustkrebs vermeiden".

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24. Juli 2017

Fehlerhafte Stressverarbeitung macht krank und führt zu fehlerhafter Behandlung

Stress ist zunächst eine psychische Reaktion. Kann der Mensch sie nicht psychisch regulieren, folgen körperliche Beschwerden. Ärzte versuchen häufig, die Beschwerden medikamentös zu behandeln. Wenn die Stress-Ursache bestehen bleibt, wird die Therapie jedoch sinnlos - und möglicherweise sogar schädlich. Dr. Peter Schulz (Trier) warnt vor dieser "iatrogenen Verstärkung und Ausweitung der Krankheitssymptome" und empfiehlt, eine konstruktive Stressverarbeitung zu lernen. Nur das Entwickeln einer angemessenen Stresstoleranz ist langfristig heilsam.

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24. Juli 2017

Wie Sport der Demenz vorbeugt

Dass Sport die Denkleistung im Alter verbessert, haben viele Studien gezeigt. Jetzt haben Forscher der Goethe-Universität in einer der weltweit ersten Studien geklärt, wie Sport sich auf den Gehirnstoffwechsel auswirkt.

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21. Juli 2017

Gesellschaft im Wandel – 100 ist die neue 80

Weit mehr als ein Jahrhundert: Erwin H., Jahrgang 1909 (Foto: Marion Schütt, synopsisfilm)
 

Margarethe B., Jahrgang 1907 (Foto: Marion Schütt, synopsisfilm)

Sind Hundertjährige Vorbilder für gesundes und erfolgreiches Altern? Oder ist besonders hohes Alter untrennbar mit zunehmenden Erkrankungen verbunden? Welche Erkrankungen häufen sich bei Menschen, die 100 Lebensjahre und mehr erreicht haben? Wie sich Krankheitsverläufe bei Hundertjährigen am Lebensende darstellen, dem sind Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin nachgegangen. Es zeigte sich: Die Anzahl der Erkrankungen bei Menschen, die im Alter von einhundert Jahren und älter verstarben, war niedriger als bei denjenigen, die mit 90 bis 99 Jahren oder 80 bis 89 Jahren starben. Die gesamten Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin The Journal of Gerontology: Medical Sciences* veröffentlicht.

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21. Juli 2017

Die Hälfte der Deutschen fürchtet, im Alter nicht das richtige Pflegeheim zu finden

Hat mein zukünftiges Pflegeheim genug Personal? Passt die Ausstattung zu meinen Bedürfnissen? Ermöglicht es mir als Pflegebedürftigem eine gute Lebensqualität? Jeder zweite Deutsche hat das Gefühl, diese Fragen nicht sicher beantworten zu können. 90 Prozent der Deutschen verlangen aus diesem Grund mehr Informationen über Pflegeeinrichtungen. Die Bertelsmann Stiftung macht einen Vorschlag, wie das funktionieren könnte.

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20. Juli 2017

Mediterrane Küche empfiehlt sich auch für nierenkranke Menschen

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Die Arbeitsgruppe „European Renal Nutrition“ der „European Renal Association–European Dialysis Transplant Association“ (ERA-EDTA) diskutiert in einer Veröffentlichung [1] die Vor- und Nachteile der mediterranen Ernährung bei Nierenpatienten. Grundsätzlich empfiehlt sie diese Diät, sie habe zahlreiche positive Effekte. Allerdings sollten bei nierenkranken Patienten, die sich mediterran ernähren, regelmäßig die Laborparameter überprüft werden, und zwar insbesondere die Serumkaliumwerte. Denn unter der mediterranen Diät wird vermehrt Kalium zugeführt.

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20. Juli 2017

Verhaltenstherapie: Balance zwischen Bestätigung und In-Frage-Stellung

Verhaltenstherapie: zur Aufgabe von PsychotherapeutInnen gehört es, ihre PatientInnen zu motivieren. Dies ist ein Balanceakt: Einerseits antwortet der Therapeut bestätigend auf die Bedürfnisse des Patienten und anderseits fordert er den Patienten heraus, selbstkritisch sein Verhalten zu modifizieren, empfiehlt Dr. Gerhard Zarbock in seinem "Praxisbuch Verhaltenstherapie - Grundlagen und Anwendungen biografisch-systemischer Verhaltenstherapie".

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19. Juli 2017

Hohe Blutzuckerwerte sind in der Therapie bei Älteren mit Herzkreislauferkrankung überholt

Die Annahme, dass bei älteren Patienten mit Diabetes Typ 2 und Herzkreislauferkrankungen nicht so strenge Blutzuckerwerte bei der Therapie eingehalten werden müssen, ist überholt. Dies betont die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) e.V. mit Blick auf aktuelle unabhängige, internationale Studien. Demnach können diese Patienten durch die Kombination des bewährten Standardmedikaments Metformin mit dem SGLT-2-Hemmer Empagliflozin oder GLP-1 Rezeptoragonisten ohne erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Unterzuckerung und Gewichtszunahme einen angemessenen Blutzuckerspiegel erzielen. Die DDG empfiehlt in ihren Leitlinien einen HbA1c-Zielwert von 6,5 bis 7,5 Prozent.

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18. Juli 2017

Neue Technik für selbständiges Leben im Alter: Nur die Personalisierung ist mangelhaft

Älter werden und möglichst selbständig bleiben: Die Technik bietet immer neue Hilfen. Guido Kempter, Isabella Hämmerle und Kollegen stellen in ihrem neuen Reader "Umgebungsunterstütztes Leben" mehr als 20 Neuentwicklungen vor. Active Assisted Living (AAL) dient Menschen in ihrem eigenen Zuhause und ähnlich in Pflegeeinrichtungen.

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17. Juli 2017

Weiches Kunstherz auf dem Prüfstand

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Unverkennbar – was da schlägt, sieht aus wie ein echtes Herz. Und dies ist auch das Ziel des ersten weichen Kunstherzens: möglichst nah am natürlichen Vorbild zu sein. Entwickelt hat dieses Silikonherz Nicholas Cohrs. Er ist Doktorand in der Gruppe von Wendelin Stark, Professor für Funktionelles Material-Engineering an der ETH Zürich. Der Grund, warum die Natur hier Vorbild sein sollte, ist einleuchtend: Heute existierende Kunstherzen haben viele Nachteile. Die Mechanik ist anfällig auf Störungen. Zudem kommen die derzeitig verwendeten Kunstherzen ohne Puls aus, wobei noch unklar ist, welche Folgen dies für den Körper haben könnte. «Ziel muss also sein, ein Herz zu entwickeln, das ungefähr die gleiche Grösse hat, wie das eines Patienten und welches das menschliche Herz in Form und Funktion so gut wie möglich imitiert», so Cohrs.

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17. Juli 2017

Fokus Intensivbehandlung: Symposium für Mediziner, Pflegende und Verwaltung im Februar 2018

Sepsis-Management, Kontroversen in der Beatmung oder der Umgang mit Angehörigen auf der Intensivstation – das sind drei der vielen Programmpunkte des 28. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege 2018. Der größte verbandsunabhängige Kongress seines Sektors findet von Mittwoch bis Freitag, 14. bis 16. Februar 2018, in der Messe Bremen statt.

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17. Juli 2017

„Krebsdiagnose mit Anfang zwanzig – total skurril?“

 

Mit „Hole Dir Hilfe“, „Informiere Dich“, „Organisiere Dich“ oder „Denke an morgen“ sind die Schwerpunktbereiche des Stiftungsprojektes, in dem junge Krebspatienten anderen Betroffenen wichtige Tipps und Erfahrungen auf sehr persönliche Art und Weise weitergeben, überschrieben. Es sind starke und berührende Aussagen von jungen krebskranken Frauen und Männern, die die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs in Form von Video-Clips festgehalten hat und damit jungen Patienten, die gerade die Diagnose erhalten haben, Unterstützung bietet. In den vergangenen Wochen wurden 17 neue Videos produziert. Die Clips werden am heutigen Donnerstag – am Vortag des dritten Geburtstages der Stiftung – im Internet unter http://www.erstehilfe-krebs.de veröffentlicht. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist am 14. Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden.

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17. Juli 2017

Glückshormon Dopamin steuert Immunabwehr

Dringt ein Fremdstoff in unseren Körper ein, werden Antikörper gebildet, die den Eindringling erkennen und bekämpfen. In spezialisierten Bereichen der Lymphknoten, sogenannten Keimzentren, werden diese Antikörper für eine möglichst spezifische Immunantwort gegen Pathogene optimiert und die geeignetsten von ihnen selektiert. Eine internationale Gruppe von Forschern, darunter auch Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und dem Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS), entdeckte und simulierte jetzt einen durch den Neurotransmitter Dopamin gesteuerten Mechanismus in den Keimzentren des Menschen. Dabei konnten die Forscher einen fördernden Einfluss von Dopamin auf eine frühere und stärkere Bildung von Antikörpern feststellen. Eine über Neurotransmitter regulierte Antikörperbildung in den menschlichen Keimzentren ist bei Immunreaktionen gegen sich schnell vermehrende Erreger ein entscheidender Vorteil. Da der entdeckte Mechanismus bei Mäusen so nicht existiert, konnte er nicht anhand von Versuchstieren untersuchen werden. Die Studie ist im Fachjournal Nature erschienen.

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17. Juli 2017

Weltweiter Mycobacterium chimaera-Ausbruch mittels Genomanalyse rekonstruiert

Prof. Stefan Niemann vom FZB bei der Vorbereitung für die Genomsequenzierung (DZIF/scienceRelations)

Wissenschaftler eines europäischen Konsortiums konnten einen weltweiten Ausbruch von Mycobacterium chimaera-Bakterien mittels Genomanalysen rekonstruieren. Die Studie zeigte, dass in der Intensivmedizin eingesetzte Hypothermiegeräte („Heater Cooler Units“) die wahrscheinliche Quelle einer Infektion mit einem M. chimaera-Stamm waren, an der 21 Patienten aus der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich, sowie zwölf weitere Patienten in den USA und Australien erkrankten. DZIF-Wissenschaftler am Forschungszentrum Borstel und Wissenschaftler des Universitätsspitals Zürich haben die Studie geleitet.

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17. Juli 2017

Quelle für weltweite Infektionen nach Herz-OPs gefunden

© ingenium-design.de
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Seit 2013 wurde bei über hundert Patientinnen und Patienten in Europa, den USA und Australien nach einer offenen Herzoperation eine Erkrankung mit dem Erreger Mycobacterium chimaera festgestellt. Vielfach hat sich diese Infektion zu einer lebensbedrohlichen Infektion mit Befall der im Rahmen der Operation eingesetzten Herzklappen entwickelt. Eine solche Herzklappenentzündung durch diesen Erreger kannte man bis dahin nicht. Bereits kurz nach Bekanntwerden der ersten Infektionen fiel der Verdacht auf einen Heizkühler, der bei Operationen mit Herz-Lungen-Maschine eingesetzt wird. In Freiburg hat man aus Sicherheitsgründen diese Geräte bereits 2014 aus allen Operationssälen am Universitätsklinikum Freiburg und dem Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen entfernt. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat nun unter maßgeblicher Beteiligung von Ärzten des Universitätsklinikums Freiburg das Erbgut von 250 Isolaten von Mycobacterium chimaera aufgeklärt und konnte nachweisen, dass fast alle der untersuchten Infektionen durch eine Kontamination der Geräte bei deren Fertigung verursacht wurden. Die Ergebnisse veröffentlichten die Freiburger Forscher gemeinsam mit internationalen Kollegen am 12. Juli 2017 in der Fachzeitschrift The Lancet Infectious Diseases.

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17. Juli 2017

Nichtraucherschutz: Studienteilnehmer befürworten strengere Rauchergesetze

Viele Deutschen befürworten ein komplettes Rauchverbot in Autos wenn Kinder und Jugendliche mitfahren. Zu diesem Zwischenergebnis kommen die Organisatoren der „Deutschen Befragung zum Rauchverhalten" (DEBRA-Studie) rund um Professor Daniel Kotz vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Von den über 10.000 Befragten fordern mehr als 71 Prozent ein Rauchverbot in Autos wenn Kinder und Jugendliche mit im Auto sitzen. Interessant: Auch zwei von drei befragten Rauchern unterstützen diese Verschärfung des Nichtraucherschutzes.

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17. Juli 2017

Aortendissektion - die unterschätzte Gefahr

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Wahrscheinlich doppelt so viele Menschen wie bisher angenommen erkranken an einer akut lebensbedrohlichen Aortendissektion. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB). Die Experten gehen davon aus, dass jährlich hunderte Patienten an der Erkrankung sterben, weil sie zu spät oder gar nicht erkannt wird. Mit einem speziellen Konzept des DHZB zur Koordination von Diagnose und Behandlung konnten 2016 bereits deutlich mehr Menschen gerettet werden als in den Jahren zuvor.

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