20. Februar 2017

1,5 Millionen Diabetespatienten müssen bald ohne bewährte Medikamente auskommen

Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes müssen demnächst womöglich auf gewohnte Medikamente verzichten. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) befürchtet, dass mehrere Präparate aus der Gruppe der DDP-4-Hemmer demnächst vom Markt genommen werden, weil der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diesen Medikamenten einen Zusatznutzen abgesprochen hat. Von der Entscheidung sind bis zu 1,5 Millionen Patienten betroffen. Die Medikamente haben sich seit zehn Jahren in der Praxis bewährt.

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20. Februar 2017

Klug entscheiden in der Pneumologie: Lungenärzte empfehlen Lungenfunktionstests für Raucher

Jeder Raucher sollte eine Messung der Lungenfunktion erhalten, um frühe Anzeichen von chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Lungenkrebs zu erkennen. Darüber hinaus sollte Rauchern mit einer chronischen Lungenerkrankung eine professionelle Tabakentwöhnung angeboten werden. Diese und weitere Empfehlungen veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) im Rahmen der Mediziner-Initiative „Klug entscheiden“. Wie Ärzte dazu beitragen können, Über- oder Unterversorgung von Lungenpatienten zu vermeiden, diskutieren Experten im Rahmen des 58. DGP-Kongresses und auf einer Pressekonferenz, die am 15. März 2017 in Berlin stattfindet.

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20. Februar 2017

Diagnose HLHS: Ein kleiner Kämpfer darf nach Hause

Oberärztin Dr. Ute Blanz hat Kilian seit seiner Geburt betreut und schließlich erfolgreich transplantiert (Foto: Armin Kühn)

Seine ersten 17 Lebensmonate hat Kilian im Kinderherzzentrum verbracht. Jetzt darf er endlich bei seiner Familie wohnen.
Im Kinderherzzentrum des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, gibt es einige Kinder, die den Herzspezialisten immer wieder Sorgen bereiten. Weil sie mit einem sehr komplexen angeborenen Herzfehler auf die Welt kommen. Weil absehbar ist, dass sie schwierige Operationen vor sich haben. Weil die Genesung in Höhen und Tiefen verläuft und die Ärzte jederzeit mit Komplikationen rechnen müssen.

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20. Februar 2017

„Das braucht kein Mensch“: DDG fordert Kindermarketing-Verbot für Dickmacher

© Gina Sanders
- Fotolia.com

Eine große europäische Langzeitstudie hat den Beweis erbracht, dass Fernsehwerbung bei Kindern den Konsum von zucker- und fettreichen Lebensmitteln erhöht und damit Übergewicht fördert. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sieht in dem Ergebnis der „I.Family Study“ ihre Forderung bestätigt, wonach an Kinder gerichtete TV-Spots für hochkalorische, übergewichtsfördernde Lebensmittel verboten werden sollten.

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20. Februar 2017

Pizza, Burger und Co.: Eine fettreiche Mahlzeit kann den Stoffwechsel schädigen und den Weg

Die weltweite Ausbreitung von Übergewicht, Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes wird häufig mit dem Verzehr gesättigter Fette in Verbindung gebracht. Wissenschaftler am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) und am Helmholtz Zentrum München (HMGU) haben herausgefunden, dass bereits die einmalige Aufnahme einer größeren Menge Palmöl die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin verringert sowie vermehrte Fetteinlagerungen und Veränderungen im Energiestoffwechsel der Leber hervorruft. Die Studienergebnisse geben Aufschluss über die frühesten Veränderungen im Leberstoffwechsel, welche langfristig zu Fettlebererkrankungen bei Übergewicht und Typ-2-Diabetes führen können.

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13. Februar 2017

Mit Paleo und Superfood schlank und gesund?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Krebs – krankhaftes Übergewicht erhöht das Risiko für zahlreiche chronische Krankheiten. Trotzdem schaffen es viele adipöse Menschen nicht, gesund ihr Gewicht zu senken. Eine Ernährungsumstellung kann Abhilfe schaffen, doch nicht alle aktuellen Diät-Trends halten, was sie versprechen. Von Low-Carb über Paleo und vegan bis hin zu Superfoods: Welche Ernährungskonzepte sind aus medizinischer Sicht wirklich empfehlenswert? Darüber diskutierten Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) auf der gestrigen Pressekonferenz in Berlin.

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10. Februar 2017

Neue Biomarker für Darmkrebstherapie

Wissenschaftler des OncoTrack Konsortiums, darunter auch Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, haben in einer präklinischen Studie Tumorproben von Patienten mit einer bestimmten Form von Darmkrebs, dem Kolorektalen Karzinom, analysiert. Die Wissenschaftler haben nach Biomarkern gefahndet, also Molekülen, die für die verschiedenen Tumoruntergruppen typisch sind und wertvolle Informationen für Diagnose und Therapie liefern. Unter anderem identifizierten sie Moleküle, die die Wirksamkeit von zwei häufig eingesetzten Medikamenten vorhersagen: Cetuximab, ein Hemmstoff des Rezeptors für den Epidermalen Wachstumsfaktor (EGFR), und das Chemotherapeutikum 5FU. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications* publiziert.

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10. Februar 2017

Siamesische Zwillinge: Forscher lösen Rätsel um spiegelverkehrte Organe

© Sven Hoppe - Fotolia.com

Sie teilen sich einen Körper und sind doch oft das genaue Gegenteil voneinander – zumindest im Inneren. Siamesische Zwillinge faszinieren Forscher schon seit Jahrhunderten, dennoch blieb ein Rätsel bisher ungelöst: Warum sind bei jedem zweiten rechtsseitigen Zwilling die inneren Organe spiegelverkehrt? Entwicklungsbiologe Prof. Dr. Martin Blum fand heraus: Ursache ist ein bestimmtes Protein im Embryo des linken Zwillings, das die Organverteilung in beiden Körpern anstößt. Dieses Ergebnis veröffentlicht die internationale Fachzeitschrift „Current Biology“ diese Woche als Titelstory.

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10. Februar 2017

Infektabwehr: Der Hilferuf der Killerzellen

Kurz nach einer Virusinfektion schwärmen unzählige Killerzellen aus, um befallene Körperzellen aufzuspüren und zu töten. So verhindern sie sehr effektiv, dass sich die Erreger weiter ausbreiten können. Ein internationales Forscherteam hat nun einen wichtigen Mechanismus zur Rekrutierung dieses Heeres aufgeklärt. Die Arbeit unter Federführung der Universität Bonn erscheint in der Zeitschrift „Immunity“.

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9. Februar 2017

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

© Alexander Maier
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Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.

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9. Februar 2017

Hirntod-Diskussion – Fallstricke und Tücken der neuen Richtlinien zur Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls

Welche Fallstricke und Tücken nach den neuen Richtlinien bei der Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls im klinischen Alltag auftreten, ist ein wichtiges Tagungsthema bei der ANIM 2017, der Arbeitstagung NeuroIntensivMedizin vom 16.–18. Februar 2017 in Wien, bei der 1.600 Experten Innovationen und aktuelle Erkenntnisse in der Neurologie, NeuroIntensivmedizin und Neurochirurgie diskutieren. Bei der 34. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), einer der bedeutendsten neurologisch-neurochirurgischen Tagungen im deutschsprachigen Raum, geht es in einem speziellen „Hirntod-Symposium“ um aktuelle Fragen transparenter Qualitätssicherung bei der Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA).

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8. Februar 2017

Bundestagswahl: Ärzte wollen eine schwarz-gelbe Koalition

© Christian Schwier - Fotolia.com

Welche Bundesregierung wünschen sich die Ärzte in Deutschland? Das Ergebnis der Wahlumfrage des Ärztenachrichtendienstes (änd) in Hamburg ist eindeutig: Ginge es nach den Medizinern, würde eine schwarz-gelbe Koalition das Land regieren.

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7. Februar 2017

Harte Schale – gesunder Kern

Geröstet und gesalzen, gemahlen im Gebäck oder frisch geknackt direkt aus der Schale – Wer gerne Nüsse verzehrt, für den haben Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena gute Nachrichten. Nüsse, so zeigen ihre aktuellen Studienergebnisse, können das Wachstum von Krebszellen im Darm reduzieren.

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6. Februar 2017

Wie multiresistente Keime entschärft werden können

Zunehmende Antibiotikaresistenzen zahlreicher Krankheitserreger sind eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin. Viele der gängigen Antibiotika zeigen hierdurch schon heute keine Wirkung mehr. Daher sind Alternativen zur Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Bakterien, wie beispielsweise die Antivirulenz-Therapie, dringend notwendig. Antivirulenz-Therapien zielen darauf ab, die Eigenschaften eines Erregers, die eine erfolgreiche Besiedlung des Wirtes ermöglichen – sogenannte Virulenzfaktoren – durch spezifische Arzneistoffe direkt im Körper abzuschwächen. Um die Anwendbarkeit dieser Antivirulenz-Strategien zu überprüfen, entschlüsselten HZI-Forscher jetzt erstmals im Organismus – also in vivo – mittels modernster Sequenziermethoden das Zusammenspiel von Bakterien mit dem Immunsystem von Mäusen.

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3. Februar 2017

Damit das Herz im Takt bleibt

MHH-Ärzte fanden heraus: Das längere Tragen einer Defibrillatorweste erspart vielen Patienten die Implantation eines Defibrillators

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2. Februar 2017

Immunsystem mit Zeitschaltuhr

Gemeinsame Pressemeldung: Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Universitätsklinikum Heidelberg entdeckten einen bislang unbekannten Rückkopplungsmechanismus des menschlichen Immunsystems. Er zeigt, wie das angeborene Immunsystem bei einer Virusinfektion schnell aktiviert, aber nach einigen Stunden auch wieder langsam gebremst wird. Auf diese Weise wird eine überschießende Immunreaktion mit Zellschäden verhindert. Die Ergebnisse wurden nun in der Zeitschrift „Molecular Cell“ veröffentlicht.

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1. Februar 2017

Intensiv-Symposium: Thementipps

Themen aus Intensivmedizin und -pflege stehen von Mittwoch bis Freitag, 15. bis 17. Februar 2017, in der Messe Bremen zur Diskussion. Beim bereits 27. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege gestalten rund 456 Referenten Vorträge, Workshops und interaktive TED-Sitzungen. Wir haben für Sie schon mal im Programm und den Abstracts gestöbert und spannende Themen entdeckt.

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