21. September 2017

Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten

Trotz enormer medizinischer Fortschritte führt eine komplexe Operation zum Beispiel im Bauchraum auch heute noch bei 13 bis 50 Prozent aller Patienten zu einer akuten Nierenschädigung. Ursächlich hierfür können ein verändertes Flüssigkeitsmanagement, hohe Blutverluste oder die Gabe bestimmter Medikamente sein. Insbesondere Patienten mit Begleiterkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus sind betroffen. Die Folgen der akuten Nierenschädigung reichen von einem längeren Krankenhausaufenthalt bis zu einer anhaltenden Einschränkung der Nierenfunktion. In seltenen Fällen kann eine dauerhafte Nierenersatztherapie, die sogenannte Dialyse, notwendig sein. Die Problematik: Wenn nach einer Operation klinische Zeichen für eine Nierenschädigung vorliegen, ist für die Behandlung bereits wertvolle Zeit verstrichen. Mediziner des UKR untersuchten daher in einer klinischen Studie, ob einer drohenden Nierenschädigung entgegengewirkt werden kann, noch bevor sich klinische Anzeichen dafür finden lassen.

weiterlesen...

     
21. September 2017

"Das Schöne ist doch, dass jeder selbst Vorsorge treffen kann"

Bis zu 50 Prozent der Krebsfälle wären einfach zu verhindern, belegen Studien. Trotzdem ist die Zahl der Krebsneuerkrankungen im Zehnjahreszeitraum bis 2015 weltweit um über 30 Prozent gestiegen. Die Vorsorge nimmt eine Schlüsselrolle ein bei der Eindämmung von Krebs, erklärt Prof. Stefanie Klug, Inhaberin des Lehrstuhls für Epidemiologie an der Technischen Universität München (TUM). Klug befasst sich unter anderem mit der Krebsfrüherkennung. Im Interview spricht die Professorin über Krebsscreenings, Vorsorgemuffel und was jeder Einzelne gegen Krebs tun kann.

weiterlesen...

     
21. September 2017

Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie

Wissenschaftliche Mitarbeiter des Institutes für Klinische Chemie und Pathobiochemie (IKCP) der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg veröffentlichten in der renommierten Fachzeitschrift Journal of American Society of Nephrology (JASN) einen potentiell neuen Therapieansatz der diabetischen Nephropathie.

weiterlesen...

     
21. September 2017

Rechner ermittelt individuelles Risiko bei Darmkrebs-OP

In Deutschland ist Darmkrebs bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Eine Operation ist für viele Betroffene die wichtigste Behandlungsmöglichkeit. Grundsätzlich sind diese Eingriffe in Deutschland sehr sicher. Das Risiko für Komplikationen hängt zu einem großen Teil von individuellen Voraussetzungen des Patienten, etwa den bestehenden Vorerkrankungen, ab. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie der LMU München, einen Rechner entwickelt, der das individuelle Risiko eines Patienten, bei einer Darmkrebsoperation Komplikationen zu erleiden, mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit kalkuliert. Mit Hilfe dieses Risikoprofilrechners könnten sich Arzt und Patient besser auf die Operation vorbereiten und individuelle Vorsichtsmaßnahmen treffen, sagten Experten der DGAV auf dem Kongress Viszeralmedizin 2017 in Dresden. Das System ist das weltweit erste seiner Art und wird derzeit im Rahmen einer Testphase in mehreren Kliniken eingesetzt.

weiterlesen...

     
21. September 2017

Ahnungslos auf Europareise

Der Manager Karl Behle brachte das Diakoniewerk Bethel unter seine Kontrolle, weil niemand hinsah. Auch nicht der Aufsichtsrat des Gesundheitskonzerns: das Unternehmen lud sie einmal im Jahr zu luxuriösen Städtereisen ein. Zugleich arbeiten in einem Krankenhaus Mitarbeiter eine Stunde pro Woche umsonst. Im Konzern herrscht jetzt Unruhe.

weiterlesen...

     
19. September 2017

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

Wenn man sich verletzt oder mit Bakterien infiziert, dann reagiert das Immunsystem des Körpers zunächst mit einer Entzündungsreaktion - sie ist die Voraussetzung für eine Heilung. Doch diese Entzündung muss streng reguliert werden. Denn wenn sie zu stark abläuft, können Krankheiten wie eine Blutvergiftung, entzündliche Darmerkrankung oder Krebs folgen. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun nach sieben Jahren experimenteller Arbeit zusammen mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf einen zentralen Schalter dieses Geschehens gefunden und charakterisiert: das Enzym MK2. Es entscheidet über Leben und Tod von Zellen. Die Forscher haben dies auch am Beispiel der Makrophagen (Fresszellen) des Immunsystems untersucht. Dr. Manoj B. Menon, Professor Dr. Matthias Gaestel und weitere Mitarbeiter des MHH-Instituts für Zellbiochemie veröffentlichten ihre Erkenntnis über MK2 gemeinsam mit den Hamburger Kollegen in der renommierten Fachzeitschrift Nature Cell Biology.

weiterlesen...

     
19. September 2017

Lungenkrebs: Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben

Lange Zeit galt die Diagnose Lungenkrebs als sicheres Todesurteil. Dank neuer Diagnostik und personalisierter Behandlungsmethoden haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzte fünf Jahren dramatisch verbessert, wie Experten auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand erklärten. Wichtig sei, stets einen Lungenfacharzt in die Behandlung mit einzubeziehen, betont die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Patienten sollten soweit wie möglich in einem zertifizierten Lungenkrebszentrum betreut werden.

weiterlesen...

     
18. September 2017

Wiederbeleben bei Herzstillstand: Nur drücken, nicht beatmen

Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Kardiologe am Ev. Luther-Krankenhaus Berlin
(Foto: Manuel Tennert)

Von den rund 70.000 Menschen, die jedes Jahr in Deutschland einen plötzlichen Herzstillstand erleiden, sterben etwa 65.000, weil Ersthelfer, meist medizinische Laien, nur unzureichend reanimieren oder aus Angst vor Fehlern gar nichts machen. Hinzu kommt eine sehr niedrige Ersthelferquote von nur 30 Prozent. Aber ein Herzstillstand führt in nur wenigen Minuten zum Tod, wenn nicht sofort mit der Wiederbelebung durch Herzdruckmassage begonnen wird und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsteams überbrückt wird. „Leider trauen sich zu viele Laien-Ersthelfer nicht mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen, weil ihnen die Regeln zu kompliziert sind. Oder sie haben Angst sich dabei mit einer Viruserkrankung zu infizieren, weil sie die Herzdruckmassage zwingend in Kombination mit der Mund-zu-Mund-Beatmung sehen, was aber keineswegs der Fall ist“, beklagt der Notfallmediziner und Kardiologe Prof. Dr. med. Dietrich Andresen vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung.

weiterlesen...

     
18. September 2017

Die Deutsche Leberstiftung zum Weltkindertag: Immer mehr Kinder leiden an einer Fettleber

Am 20. September 2017 wird in Deutschland der Weltkindertag begangen. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rufen unter dem Motto „Kindern eine Stimme geben!“ dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen. Anlässlich dieses Tages weist die Deutsche Leberstiftung darauf hin, dass immer mehr Kinder an einer durch Fehlernährung und Bewegungsmangel bedingten nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL) leiden. Und sie informiert über weitere Lebererkrankungen verschiedenster Ursachen, die bereits bei Kindern zu ernsthaften Schädigungen des wichtigen Stoffwechselorgans führen können, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und therapiert werden.

weiterlesen...

     
18. September 2017

Was tun bei schwer einstellbarer Hypertonie?

© dominicruckert
- Fotolia.com

Im August publizierte Daten zeigen: Bei 65% der Hochdruckpatienten ist der Blutdruck nicht ausreichend kontrolliert. Nicht immer steckt eine „echte“ Therapieresistenz dahinter, erklärte Professor Martin Hausberg, Karlsruhe, auf der 9. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Dennoch: Gelingt keine Absenkung der Blutdruckwerte in den Zielbereich, sollte eine Überweisung zu einem Nephrologen/Hypertensiologen erfolgen.

weiterlesen...

     
18. September 2017

Neue Antidiabetika halten effektiv die chronische Nierenerkrankung bei Diabetespatienten auf

30 % bis 40 % der Diabetiker weisen Nierenschäden auf, jedes Jahr werden in Deutschland etwa 2.000 Diabetiker neu dialysepflichtig. Moderne Antidiabetika können hier langfristig zu einer Verbesserung führen, denn sie senken nicht nur den Blutzuckerspiegel und reduzieren das kardiovaskuläre Risiko – sie schützen auch die Nieren und verlangsamen die Progression der diabetischen Nephropathie!

weiterlesen...

     
18. September 2017

Asthma-Wirkstoff aus dem Gartencenter

Die Korallenbeere könnte sich als Hoffnungsträger für Asthmatiker entpuppen: Forscher der Universität Bonn haben aus ihren Blättern einen neuartigen Wirkstoff gegen die weit verbreitete Atemwegs-Erkrankung gewonnen. In Mäusen unterbindet er nahezu vollständig die charakteristische Verkrampfung der Bronchien. Die Pflanze selbst ist nicht gerade ein Exot: Es gibt sie in jedem gut sortieren Gartencenter. Die Studie erscheint in der renommierten Zeitschrift „Science Translational Medicine“.

weiterlesen...

     
15. September 2017

Die meisten Todesbescheinigungen weisen Fehler auf

Privatdozent Dr. Fred Zack und sein Team haben in einer Studie 10 000 Todesbescheinigungen überprüft. Dabei haben die Rechtsmediziner erschreckende Fehler entdeckt (Foto: Universität Rostock)

Am Ende des Lebens wird ein Totenschein von einem Arzt ausgestellt. Doch dieser ist viel zu oft fehlerhaft. Von 10 000 Todesbescheinigungen sind lediglich 223 fehlerfrei, ergab eine aktuelle Studie des Instituts für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Rostock. Der Rechtsmediziner Privatdozent Dr. Fred Zack und sein Team, allen voran Doktorand Alrik Kaden, haben 10.000 Todesbescheinigungen aus dem Einzugsgebiet des Krematoriums Rostock für den Zeitraum August 2012 bis Mai 2015 ausgewertet. Dabei stellten sie 3116 schwerwiegende und 35.736 leichte Fehler fest. Insgesamt wiesen 27 % aller Scheine mindestens einen schwerwiegenden Fehler auf.

weiterlesen...

     
15. September 2017

Ein Herz aus Spinnenseide

Spinnenseide ist der Schlüssel zur Wiederherstellung von geschädigtem Herzgewebe (Foto: Universität Bayreuth)

Forscher der Universitäten Bayreuth und Erlangen legen den Grundstein zur künstlichen Produktion von Herzgewebe: Dank Spinnenseidenprotein und 3D-Druck haben Herzinfarktpatienten bald eine echte Chance auf Wiederherstellung ihres beschädigten Herzgewebes.

weiterlesen...

     
12. September 2017

Die meisten Kinder und Jugendlichen möchten in der Schule Kochen lernen

Mütter klagen häufig: Die Kids essen mit Vorliebe Ungesundes. Professor Bernd Weber und Kollegen (Universität Bonn) widerlegen diese Erfahrung in einer Studie: Auch Gesundes schmeckt den Kindern, es muss nur attraktiv verpackt sein. Das Auge isst bei den Kleinen noch stärker mit als bei den Erwachsenen. Das aktuelle „Ernährungs-Lesebuch“ berichtet über ein Experiment der Wissenschaftler.

weiterlesen...

     
12. September 2017

Strahlenschäden verursachen langfristig Brustkrebs

Brustkrebs: Frühere Strahlenbelastungen verursachen langfristig wesentlich häufiger Brustkrebs als bisher angenommen, warnt Professor Dr. Hermann Delbrück in seinem Ratgeberbuch „Brustkrebs vermeiden“. Zwischen Bestrahlung und Malignombildung liegen durchschnittlich etwa 20 Jahre.

weiterlesen...

     
7. September 2017

Vergiss den Torwart: Wie Eltern ihren Kindern Lernfreude vermitteln und Schulstress ersparen können

Eltern können viel dazu beitragen, dass ihre Kinder gern lernen und möglichst wenig Schulstress erleben. Die Professoren Albert Ziegler und Heidrun Stöger haben dazu die besten 90 Tipps in einem Ratgeber zusammengestellt: Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern von Schulkindern.

weiterlesen...

     
7. September 2017

Pharmakotherapie: Wie Benzodiazepine den Weg in die Demenz bahnen

Benzodiazepine – etwa 50 verschiedene Medikamente – werden trotz ihres Suchtpotenzials immer häufiger, immer länger und in immer höheren Dosierungen genommen. Die Wirkungen sind vielseitig: sedierend-angstlösend, antidepressiv, schlaffördernd u.a.. Bei überreichlicher Einnahme kann es jedoch – v.a. bei Älteren – zu einer paradoxen, d.h. exakt gegenteiligen Wirkung kommen: Betroffene werden hellwach, hochaktiv und aggressiv. Professor Dr. Thomas Köhler warnt in seinem aktuellen Kompendium „Pharmakotherapie in der Psychotherapie“ vor riskanten Überraschungen bei der Medikation.

weiterlesen...

     
4. September 2017

Wie Technik das Leben im Alter verbessern kann – und wie Chancen vertan werden

Neue Techniken der Kategorie Ambient Assisted Living bieten Älteren die Möglichkeit, länger selbständig in der eigenen Wohnung zu leben oder Pflegende zu entlasten. Technisch ist bereits vieles realisiert oder realisierbar, und grundsätzlich akzeptiert auch die ältere Generation elektronische Tools. Dennoch sind die meisten Möglichkeiten nur den Wenigsten bewusst, und das Potenzial wird nur wenig genutzt, kritisieren Autoren des aktuellen Readers „Umgebungsunterstütztes Leben“.

weiterlesen...

Archiv: 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010

 

Impressum | Kontakt | © 2017 Pabst Science Publishers

 
 

Home

Psychologie

Anästhesie/
Intensivmedizin

Transplantation