21. Juli 2017

Gesellschaft im Wandel – 100 ist die neue 80

Weit mehr als ein Jahrhundert: Erwin H., Jahrgang 1909 (Foto: Marion Schütt, synopsisfilm)
 

Margarethe B., Jahrgang 1907 (Foto: Marion Schütt, synopsisfilm)

Sind Hundertjährige Vorbilder für gesundes und erfolgreiches Altern? Oder ist besonders hohes Alter untrennbar mit zunehmenden Erkrankungen verbunden? Welche Erkrankungen häufen sich bei Menschen, die 100 Lebensjahre und mehr erreicht haben? Wie sich Krankheitsverläufe bei Hundertjährigen am Lebensende darstellen, dem sind Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin nachgegangen. Es zeigte sich: Die Anzahl der Erkrankungen bei Menschen, die im Alter von einhundert Jahren und älter verstarben, war niedriger als bei denjenigen, die mit 90 bis 99 Jahren oder 80 bis 89 Jahren starben. Die gesamten Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin The Journal of Gerontology: Medical Sciences* veröffentlicht.

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21. Juli 2017

Die Hälfte der Deutschen fürchtet, im Alter nicht das richtige Pflegeheim zu finden

Hat mein zukünftiges Pflegeheim genug Personal? Passt die Ausstattung zu meinen Bedürfnissen? Ermöglicht es mir als Pflegebedürftigem eine gute Lebensqualität? Jeder zweite Deutsche hat das Gefühl, diese Fragen nicht sicher beantworten zu können. 90 Prozent der Deutschen verlangen aus diesem Grund mehr Informationen über Pflegeeinrichtungen. Die Bertelsmann Stiftung macht einen Vorschlag, wie das funktionieren könnte.

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20. Juli 2017

Mediterrane Küche empfiehlt sich auch für nierenkranke Menschen

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Die Arbeitsgruppe „European Renal Nutrition“ der „European Renal Association–European Dialysis Transplant Association“ (ERA-EDTA) diskutiert in einer Veröffentlichung [1] die Vor- und Nachteile der mediterranen Ernährung bei Nierenpatienten. Grundsätzlich empfiehlt sie diese Diät, sie habe zahlreiche positive Effekte. Allerdings sollten bei nierenkranken Patienten, die sich mediterran ernähren, regelmäßig die Laborparameter überprüft werden, und zwar insbesondere die Serumkaliumwerte. Denn unter der mediterranen Diät wird vermehrt Kalium zugeführt.

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20. Juli 2017

Verhaltenstherapie: Balance zwischen Bestätigung und In-Frage-Stellung

Verhaltenstherapie: zur Aufgabe von PsychotherapeutInnen gehört es, ihre PatientInnen zu motivieren. Dies ist ein Balanceakt: Einerseits antwortet der Therapeut bestätigend auf die Bedürfnisse des Patienten und anderseits fordert er den Patienten heraus, selbstkritisch sein Verhalten zu modifizieren, empfiehlt Dr. Gerhard Zarbock in seinem "Praxisbuch Verhaltenstherapie - Grundlagen und Anwendungen biografisch-systemischer Verhaltenstherapie".

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19. Juli 2017

Hohe Blutzuckerwerte sind in der Therapie bei Älteren mit Herzkreislauferkrankung überholt

Die Annahme, dass bei älteren Patienten mit Diabetes Typ 2 und Herzkreislauferkrankungen nicht so strenge Blutzuckerwerte bei der Therapie eingehalten werden müssen, ist überholt. Dies betont die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) e.V. mit Blick auf aktuelle unabhängige, internationale Studien. Demnach können diese Patienten durch die Kombination des bewährten Standardmedikaments Metformin mit dem SGLT-2-Hemmer Empagliflozin oder GLP-1 Rezeptoragonisten ohne erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Unterzuckerung und Gewichtszunahme einen angemessenen Blutzuckerspiegel erzielen. Die DDG empfiehlt in ihren Leitlinien einen HbA1c-Zielwert von 6,5 bis 7,5 Prozent.

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18. Juli 2017

Neue Technik für selbständiges Leben im Alter: Nur die Personalisierung ist mangelhaft

Älter werden und möglichst selbständig bleiben: Die Technik bietet immer neue Hilfen. Guido Kempter, Isabella Hämmerle und Kollegen stellen in ihrem neuen Reader "Umgebungsunterstütztes Leben" mehr als 20 Neuentwicklungen vor. Active Assisted Living (AAL) dient Menschen in ihrem eigenen Zuhause und ähnlich in Pflegeeinrichtungen.

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17. Juli 2017

Weiches Kunstherz auf dem Prüfstand

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Unverkennbar – was da schlägt, sieht aus wie ein echtes Herz. Und dies ist auch das Ziel des ersten weichen Kunstherzens: möglichst nah am natürlichen Vorbild zu sein. Entwickelt hat dieses Silikonherz Nicholas Cohrs. Er ist Doktorand in der Gruppe von Wendelin Stark, Professor für Funktionelles Material-Engineering an der ETH Zürich. Der Grund, warum die Natur hier Vorbild sein sollte, ist einleuchtend: Heute existierende Kunstherzen haben viele Nachteile. Die Mechanik ist anfällig auf Störungen. Zudem kommen die derzeitig verwendeten Kunstherzen ohne Puls aus, wobei noch unklar ist, welche Folgen dies für den Körper haben könnte. «Ziel muss also sein, ein Herz zu entwickeln, das ungefähr die gleiche Grösse hat, wie das eines Patienten und welches das menschliche Herz in Form und Funktion so gut wie möglich imitiert», so Cohrs.

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17. Juli 2017

Fokus Intensivbehandlung: Symposium für Mediziner, Pflegende und Verwaltung im Februar 2018

Sepsis-Management, Kontroversen in der Beatmung oder der Umgang mit Angehörigen auf der Intensivstation – das sind drei der vielen Programmpunkte des 28. Symposiums Intensivmedizin + Intensivpflege 2018. Der größte verbandsunabhängige Kongress seines Sektors findet von Mittwoch bis Freitag, 14. bis 16. Februar 2018, in der Messe Bremen statt.

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17. Juli 2017

„Krebsdiagnose mit Anfang zwanzig – total skurril?“

 

Mit „Hole Dir Hilfe“, „Informiere Dich“, „Organisiere Dich“ oder „Denke an morgen“ sind die Schwerpunktbereiche des Stiftungsprojektes, in dem junge Krebspatienten anderen Betroffenen wichtige Tipps und Erfahrungen auf sehr persönliche Art und Weise weitergeben, überschrieben. Es sind starke und berührende Aussagen von jungen krebskranken Frauen und Männern, die die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs in Form von Video-Clips festgehalten hat und damit jungen Patienten, die gerade die Diagnose erhalten haben, Unterstützung bietet. In den vergangenen Wochen wurden 17 neue Videos produziert. Die Clips werden am heutigen Donnerstag – am Vortag des dritten Geburtstages der Stiftung – im Internet unter http://www.erstehilfe-krebs.de veröffentlicht. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist am 14. Juli 2014 von der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. gegründet worden.

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17. Juli 2017

Glückshormon Dopamin steuert Immunabwehr

Dringt ein Fremdstoff in unseren Körper ein, werden Antikörper gebildet, die den Eindringling erkennen und bekämpfen. In spezialisierten Bereichen der Lymphknoten, sogenannten Keimzentren, werden diese Antikörper für eine möglichst spezifische Immunantwort gegen Pathogene optimiert und die geeignetsten von ihnen selektiert. Eine internationale Gruppe von Forschern, darunter auch Michael Meyer-Hermann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und dem Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS), entdeckte und simulierte jetzt einen durch den Neurotransmitter Dopamin gesteuerten Mechanismus in den Keimzentren des Menschen. Dabei konnten die Forscher einen fördernden Einfluss von Dopamin auf eine frühere und stärkere Bildung von Antikörpern feststellen. Eine über Neurotransmitter regulierte Antikörperbildung in den menschlichen Keimzentren ist bei Immunreaktionen gegen sich schnell vermehrende Erreger ein entscheidender Vorteil. Da der entdeckte Mechanismus bei Mäusen so nicht existiert, konnte er nicht anhand von Versuchstieren untersuchen werden. Die Studie ist im Fachjournal Nature erschienen.

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17. Juli 2017

Weltweiter Mycobacterium chimaera-Ausbruch mittels Genomanalyse rekonstruiert

Prof. Stefan Niemann vom FZB bei der Vorbereitung für die Genomsequenzierung (DZIF/scienceRelations)

Wissenschaftler eines europäischen Konsortiums konnten einen weltweiten Ausbruch von Mycobacterium chimaera-Bakterien mittels Genomanalysen rekonstruieren. Die Studie zeigte, dass in der Intensivmedizin eingesetzte Hypothermiegeräte („Heater Cooler Units“) die wahrscheinliche Quelle einer Infektion mit einem M. chimaera-Stamm waren, an der 21 Patienten aus der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich, sowie zwölf weitere Patienten in den USA und Australien erkrankten. DZIF-Wissenschaftler am Forschungszentrum Borstel und Wissenschaftler des Universitätsspitals Zürich haben die Studie geleitet.

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17. Juli 2017

Quelle für weltweite Infektionen nach Herz-OPs gefunden

© ingenium-design.de
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Seit 2013 wurde bei über hundert Patientinnen und Patienten in Europa, den USA und Australien nach einer offenen Herzoperation eine Erkrankung mit dem Erreger Mycobacterium chimaera festgestellt. Vielfach hat sich diese Infektion zu einer lebensbedrohlichen Infektion mit Befall der im Rahmen der Operation eingesetzten Herzklappen entwickelt. Eine solche Herzklappenentzündung durch diesen Erreger kannte man bis dahin nicht. Bereits kurz nach Bekanntwerden der ersten Infektionen fiel der Verdacht auf einen Heizkühler, der bei Operationen mit Herz-Lungen-Maschine eingesetzt wird. In Freiburg hat man aus Sicherheitsgründen diese Geräte bereits 2014 aus allen Operationssälen am Universitätsklinikum Freiburg und dem Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen entfernt. Ein internationales Wissenschaftlerteam hat nun unter maßgeblicher Beteiligung von Ärzten des Universitätsklinikums Freiburg das Erbgut von 250 Isolaten von Mycobacterium chimaera aufgeklärt und konnte nachweisen, dass fast alle der untersuchten Infektionen durch eine Kontamination der Geräte bei deren Fertigung verursacht wurden. Die Ergebnisse veröffentlichten die Freiburger Forscher gemeinsam mit internationalen Kollegen am 12. Juli 2017 in der Fachzeitschrift The Lancet Infectious Diseases.

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17. Juli 2017

Nichtraucherschutz: Studienteilnehmer befürworten strengere Rauchergesetze

Viele Deutschen befürworten ein komplettes Rauchverbot in Autos wenn Kinder und Jugendliche mitfahren. Zu diesem Zwischenergebnis kommen die Organisatoren der „Deutschen Befragung zum Rauchverhalten" (DEBRA-Studie) rund um Professor Daniel Kotz vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Von den über 10.000 Befragten fordern mehr als 71 Prozent ein Rauchverbot in Autos wenn Kinder und Jugendliche mit im Auto sitzen. Interessant: Auch zwei von drei befragten Rauchern unterstützen diese Verschärfung des Nichtraucherschutzes.

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17. Juli 2017

Aortendissektion - die unterschätzte Gefahr

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Wahrscheinlich doppelt so viele Menschen wie bisher angenommen erkranken an einer akut lebensbedrohlichen Aortendissektion. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB). Die Experten gehen davon aus, dass jährlich hunderte Patienten an der Erkrankung sterben, weil sie zu spät oder gar nicht erkannt wird. Mit einem speziellen Konzept des DHZB zur Koordination von Diagnose und Behandlung konnten 2016 bereits deutlich mehr Menschen gerettet werden als in den Jahren zuvor.

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