12. Februar 2018
 

Jahrbuch Intensivmedizin:
Hypothermie-Behandlung nach kardiopulmonaler Wiederbelebung obligat

 

Jahrbuch Intensivmedizin: Die Versorgung nach einem Kreislaufstillstand muss neu gedacht werden. Entscheidend für den dauerhaften Behandlungserfolg ist die Kombination aus Hypothermie und einer akuten Koronarintervention. Vieles spricht für eine Temperatur unter 34 Grad, postulieren Holger Herff, Bernd W. Böttiger und Andreas Schneider in ihrem Beitrag zum Jahrbuch Intensivmedizin 2018.

"Wie ein polytraumatisierter Patient - sofern möglich - in ein entsprechend qualifiziertes Zentrum transportiert wird, so muss dies auch für Patienten im Post Cardiac Arrest Syndrom gefordert werden. In einer aktuelle Stellungnahme fordern die maßgeblichen Fachgesellschaften klare Struktur- und Prozessvorgaben für diese Cardiac Arrest Center. Letztlich bedürfen sie, neben ausreichender personeller, apparativer und organisatorischer Strukturen, einer rund um die Uhr vorhandenen Möglichkeit zur akuten Koronarintervention und zum intensivierten Temperaturmanagement inclusive der therapeutischen Hypothermie. Allgemein ist die Hypothermie eine komplexe Intervention, die einem intensivmedizinischen Setting mit ausreichender Expertise vorbehalten sein sollte.

Aus unserer Sicht ist die Hypothermie-Behandlung - gemäß den kanadischen Leitlinien - sogar obligat. Bei kontinuierlich steigenden primären Überlebensraten eines außerklinischen Kreislaufstillstandes von derzeit um die 40 Prozent kommt der professionellen leitliniengerechten intensivmedizinischen Therapie der Patienten im Post Cardiac Arrest Syndrom eine zentrale Rolle zu."
 

   

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