14. November 2017
 

Der neue Roman von Monika Vogelgesang: Sterben für das Leben

 

Dr. Monika Vogelgesang, Psychiatrin und Romancier, legt ihren dritten Roman vor. Er spielt im Szenario der T4-Aktion des NS-Regimes: Kranke Erwachsene und Kinder wurden massenweise ermordet. Der Roman ist einerseits fiktiv, anderseits spiegelt er Historisches präzis wider. Im Mittelpunkt der Erzählung handeln einige wenige Persönlichkeiten, die subversiven Widerstand zu leisten versuchen. Sie stammen aus dem katholischen Milieu und sind bereit, für das Leben der Kranken zu sterben.

Der Roman ist weder atemlos, noch effekthascherisch geschrieben - eher episch breit und ununterbrochen spannend. Das Wissen der Psychiatrin und ihr suggestives Erzähltalent fließen ein, z.B. im Erleben des Protagonisten in der Hungerzelle: "Hunger hatte hier sein Zeitgefühl zuerst hellhörig werden, dann jedoch ertauben lassen. Im ewig gleichen Dämmerlicht der seltsam verrenkt von der Decke baumelnden Glühbirne waren Tage und Nächte ineinander verschwommen ..."

Dr. Dietrich Weller rezensiert im aktuellen "Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte": "Der Roman reißt den Leser in einen Strudel der Historie. Das macht die Erzählung realistisch und glaubhaft. Hinzu kommt das erzählerische Talent der Autorin, die alle Personen lebensecht zeichnet und Emotionen weckt. Die Szenen sind sorgfältig und einfühlsam geschildert. Diese Roman ist ein lesenswertes Dokument einer menschlichen Katastrophe, aber auch ein Denkmal für diejenigen, die sich unter Einsatz ihres Lebens dem mörderischen Treiben des Naziregimes entgegengestellt haben."
 

   

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