2. August 2017
 

Wasserpfeife (Shisha): die gefährlichste Form des Nikotin-Konsums

 

Raucher folgen bereitwillig verschiedensten Selbsttäuschungen: "Light"-Zigaretten, Filterzigaretten, Wasserpfeifen (Shisha), Pfeifen oder Zigarren seien angeblich weniger schädlich. Professor Dr. Hermann Delbrück widerlegt die Mythen in seinem aktuellen Ratgeber "Lungenkrebs vermeiden".

  • Wer "leichte" Zigaretten oder Filterzigaretten raucht, inhaliert meist tiefer. "Trotz eines deutlich reduzierten Schadstoffgehalts der Zigaretten ist die Höhe der krebsfördernden Menge dann die gleiche."

  • In der Wasserpfeife wird eine Mischung aus Tabak, Melasse, Glycerin und Aromastoffen geraucht. "Es werden teilweise größere Mengen an Schadstoffen wie Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid aufgenommen als über Zigaretten. Die Menge an inhaliertem Kohlenmonoxid kann bis zu zehnfach höher sein und zu einer relevanten Kohlenmonoxid-Vergiftung führen. Krebsauslösende Substanzen, wie z.B. Arsen, Chrom und Nickel, befinden sich in vielfach höheren Konzentrationen im Rauch." Wasserpfeifen haben ein höheres Abhängigkeitspotential als Zigaretten - und gefährden die Zahn- und Mundgesundheit.

  • "Während Zigarettenkonsum das Lungenkrebsrisiko um etwa das 24fache gegenüber Nichtrauchern erhöht, soll das Risiko bei Zigarren/Pfeifenrauchern 'nur' das etwa achtfache betragen. Dieser Unterschied liegt weniger am Tabak als am Rauchverhalten, Pfeifenraucher und Zigarrenraucher inhalieren weniger. Bei ihnen sind jedoch neben der Lunge die Lippen, die Mundhöhle, der Rachen und die Blase krebsgefährdet."

Frauen und Männer haben viele Möglichkeiten, ihr Krebsrisiko zu senken und bei einer Erkrankung die Genesung zu fördern. Der erfahrene Onkologe Professor Dr. Hermann Delbrück bietet in seinem Ratgeber "Lungenkrebs vermeiden" einen wissenschaftlich fundierten, allgemeinverständlichen Überblick.
 

   

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