1. Februar 2017
 

Intensiv-Symposium: Thementipps

 

Themen aus Intensivmedizin und -pflege stehen von Mittwoch bis Freitag, 15. bis 17. Februar 2017, in der Messe Bremen zur Diskussion. Beim bereits 27. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege gestalten rund 456 Referenten Vorträge, Workshops und interaktive TED-Sitzungen. Wir haben für Sie schon mal im Programm und den Abstracts gestöbert und spannende Themen entdeckt.

Eine kleine Auswahl:

  • Der Kongress sucht sich alljährlich unter der Überschrift „Hot Topic“ ein aktuelles Thema. Diesmal lautet es: „Terror – was bedeutet das für Akut- und Notfallmedizin?“ Unter anderem ist in der Sitzung am Mittwoch (13.30 – 15.45 Uhr, Raum London) ein Bericht über den Einsatz bei den Brüsseler Anschlägen angekündigt. Ein Pressesprecher stellt Arbeitsweisen und -anforderungen der Medien dar und Möglichkeiten der Krisenkommunikation eines Krankenhauses. Der Chef des Berliner Feuerwehr-Rettungsdienstes, Stefan Poloczek, beschreibt im Rahmen der Sitzung „Terror ante portas – sind wir vorbereitet?“, was wir vom Ausland lernen können (Freitag, 17. Februar, 11:00 – 13:00, Raum 4 B, Poloczek: 11.00 Uhr).

  • Viele Leben könnten gerettet werden, wenn mehr Menschen mit Herz-Kreislauf- Stillstand schnell wiederbelebt würden. Dafür müssten sich auch mehr Laien eine Wiederbelebung zutrauen. Fachgesellschaften raten darum, Wiederbelebung im Schulunterricht ab 12 Jahren zu lehren. In Dänemark und vier weiteren Staaten ist das gesetzlich verankert, in Deutschland und anderen Nationen eine Empfehlung. Den Stand der Dinge erörtern Kongressteilnehmer unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Böttiger (Köln) am Donnerstag, 16. Februar, unter der Überschrift „Kids save lives“ ab 13.30 Uhr (Raum Franzius).

  • Musik in der Palliativmedizin: Sinnvoll oder unsinnig?“ ist eine Sitzung am Donnerstag, 16. Februar (13.45 – 15.45 Uhr, Raum Bergen), überschrieben. Günther Bernatzky beschreibt das Vorgehen in einer Salzburg Klinik: Hier wird auf der Intensivstation systematisch Entspannungsmusik eingespielt. Prof. Dr. Hans- Jürgen Trappe rät zum Einsatz von Musik in der Palliativmedizin und stellt fest, dass Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach und Richard Strauss den Blutdruck und die Herzfrequenz bei Menschen senkt, Musik von der Popband ABBA demgegenüber nicht. Ein Tierversuch deutet Ähnliches an: Björn Lemmer stellt dar, dass der Blutdruck von Ratten bei Musik des zeitgenössischen Komponisten Györgi Ligeti steigt und dass die Tiere sich bei Mozart-Klängen beruhigen.

  • „Erste Hilfe mit Worten“: So nennt Annette Held Notfall-Hypnose. Diese kann Schmerzen lindern, Blutungen vermindern, Ängste dämpfen. Unter Hypnose erreichen nachweislich mehr Schwerverletzte lebend das Krankenhaus. Die Bremer Anästhesistin hat darum mit einem Kollegen in Bremen das erste Ausbildungsinstitut für Notfallhypnose in Deutschland gegründet, in dem sich zum Beispiel Rettungssanitäter fortbilden lassen können. Sie berichtet am Donnerstag, 16. Februar (16.15–18.15, Raum Bergen).

  • Nicht frei kommunizieren zu können, macht vielen Beatmungspatienten Angst. Wie Pflegende zu schulen sind, ist das Thema von Christina Weber im Rahmen einer Sitzung zu Beatmung (Mittwoch, 15. Februar, 16.30–18.30 Uhr, Raum Lloyd, Weber: 17.00 Uhr). Wie sich Beatmung überhaupt anfühlt, lässt PD Dr. Konstantinos Raymondos Teilnehmer seines Workshops am Donnerstag, 16. Februar (17.00–19.00 Uhr, Raum London) am eigenen Leib erleben.

  • Krankenhaus-Medizinern und -Pflegenden fällt es oft nicht leicht, Todkranke nicht mehr weiter zu behandeln. Das liegt zum Beispiel an den medizinischen Möglichkeiten, an Rechtsunsicherheit, fehlenden oder unklaren Patienten- verfügungen oder den Wünschen Angehöriger. Wie lassen sich unnötige Belastungen für Sterbenskranke vermeiden? Damit beschäftigt sich Dr. Peter Gretenkort unter der Überschrift „Wer oder was schützt Patienten vor sinnloser Behandlung?“ im Rahmen einer kritischen Sitzung zu intensivmedizinischer Maximaltherapie (Freitag, 17. Februar, 13.30–15.30 Uhr, Raum Lloyd, Gretenkort: 14.00 Uhr).

Quelle: www.messe-bremen.de
 

   

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